Die verschiedenen Phasen der Musikproduktion

Die Musikproduktion ist ein komplexer Herstellungsprozess, der sich in verschiedene Phasen unterteilen lässt. Der erste Schritt im Prozess der Musikproduktion ist das Songwriting.

Logischerweise ist das Schreiben des Songs notwendige Voraussetzung für alle weiteren Schritte. Ohne Song kein Hit! Im Prozess der Musikproduktion folgt im Anschluss die Phase der Pre-Production. Hier sind die Musikschaffenden gefragt, gestalterische Aspekte des Songs vor der eigentlichen Aufnahme zu klären. Dann folgt einer der wichtigsten Schritte in der Musikproduktion, die Recording Phase. Es handelt sich um die eigentliche Aufnahme des Songs. Danach kommt dem Tontechniker eine besondere Rolle zu. Er beschäftigt sich in der nächsten Phase mit dem Editing des aufgenommen Stückes. Danach folgt die Phase des Mixings, das auch Abmischen genannt. In dieser Phase werden die vielen Spuren bzw. Instrumente eines Stückes so gemischt, dass der Song dadurch besser als die Summe der einzelnen Bestandteile wird. Eine weitere Phase im Prozess der Musikproduktion ist das Mastering. Es beschäftigt sich damit, den Song durchgängig gleich laut zu machen und Anpassungen mit dem Equalizer vorzunehmen. Letzter und endgültiger Schritt in der Musikproduktion ist der Export des Master-Files des Stücks oder Albums. Dies ermöglicht die Veröffentlichung des Stücks im Anschluss auf CD, MP3 oder auf anderen Tonträgern.

Die verschiedenen Phasen der Musikproduktion im Überblick:

1. Songwriting

2. Pre-Production

3. Recording

4. Editing

5. Mixing

6. Mastering

7. Export

Wir wollen uns an dieser Stelle genauer mit der Phase des Recordings von Musikaufnahmen beschäftigen:

Das Recording als Kernphase der Musikproduktion

Für die Phasen des Recording ist ein separater Raum notwendig. Dieser Raum ist in professionellen Tonstudios unter dem Begriff Regie-Raum bekannt. Es handelt sich um einen akustisch vorteilhaften Raum, der es ermöglicht, die Aufnahmen richtig zu hören und zu beurteilen. Es geht darum, kleinste klangliche Nuancen der Studioaufnahme aufzufinden und zu erkennen. Wie auch immer der Raum eingerichtet ist, wichtig in dieser Phase sind neben der Hörsituation des Raums hauptsächlich die Arbeit und das Können des Tontechnikers.

Beim Recording sind mehrere Mikrofone im Einsatz. Verbreitet ist das Mehrspurverfahren. Hier können mehrere oder eine unbegrenzte Anzahl an Spuren gleichzeitig aufgenommen werden. Als Aufnahmemedium dienen Computerfestplatten. Sie dienen als Digital Audio Workstations, die wichtige Tricks und Drehs bei der Produktion ermöglichen.

Aktuelle Aufnahmeverfahren beim Recording

Es existieren beim Recording verschiedenen mehrspurige Aufnahmeverfahren. Sie ermöglichen, Spuren nacheinander aufzunehmen und abzuspielen. Dazu gehört das Playback- und Overdub-Verfahren. Bei bestimmten Musikstilen ist es üblich, die einzelnen Spuren nach und nach fertigzustellen. Ziel ist die Erstellung der kompletten Musikaufnahme durch die Bearbeitung und dem Hinzufügen der einzelnen Spuren wie Rhythmus-, Musik- und Gesangspur. Das Overdub-Verfahren ergänzt das Playback, das noch unvollständige Musikstück, immer weiter.

Zu den Musikstilen, bei denen dieses Verfahren weit verbreitet ist, gehören Popmusik und Jazz.

Das Spielen der Instrumente nacheinander hat Vorteile. Verspielt sich einer müssen nicht alle alles neu einspielen. Fehlt im Nachhinein noch etwas zum perfekten Sound, haben diese Verfahren den Vorteil, dass sie eine Nachbearbeitung ermöglichen. Vor allem in Popsongs kommt es vor, dass eine dreistellige Anzahl an Spuren verwendet wird. Wenn die Anzahl an Spuren sehr hoch ist erschwert dies das Mixing und das Editing.

Für die hier erwähnten gängigen Aufnahmeverfahren bedarf es der richtigen Studioeinrichtung. Besonders wichtig ist das Mischpult. Dieses ermöglicht dem Aufnehmenden das zu hören, was bereits auf Band ist. Für erfolgreiches Recording ist Musikkenntnis und technisches Know-How gefragt. Je erfahrener der Tonproduzent desto besser ist im Allgemeinen die Aufnahme.